Stephan Brunner und Florian Eyerer.
Die Inhaber der Zwoo Architekten GmbH in Zürich sind Florian Eyerer, Dipl.-Ing. Architekt, und Stephan Brunner, Dipl. Arch. ETH/SIA. Als ihre Tätigkeitsbereiche nennen die beiden Architektur, Städtebau; Altbau, Neubau, Umbau und Ökologie.
«Wir sind nicht einem bestimmten Stil verbunden sondern suchen nach Entwürfen, die sich aus der sorgfältigen Analyse von Ort, Bauaufgabe und Programm ergeben. Wichtig scheint uns eine gewisse Zurückhaltung: Blendet Architektur zu sehr, verliert sie schnell von ihrem Glanz. Wir suchen stattdessen nach räumlicher Grosszügigkeit, dem Einsatz von reiner Materialität, und einer perfekten handwerklichen Verarbeitung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Architekt und Spezialisten sind die Basis dieser Arbeitshaltung.»
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Was sind die Entwicklungen in der Privatliegenschafts-Architektur?
Der Entwurf von Privat-Liegenschaften ist eine individuelle Angelegenheit. Am liebsten ist uns eine Bauherrschaft, die sich nicht einfach an den vorherrschenden Standards orientiert (hell, grosszügig, offen...), sondern den Mut hat, eine persönlichere Vorstellung vom Wohnen zu entwickeln.
Welche Materialien haben Zukunft?
Es gibt keine guten oder schlechten Materialien, nur deren mehr oder weniger adäquaten Einsatz. Allerdings machen die steigenden Ansprüche in Technik, Ökonomie und Ökologie die Wahl des optimalen Materials oft zu einem komplexen Prozess.
Technische Ausstattung im Innenausbau mit Zukunft
Es gibt eine atemberaubende Entwicklung auf technischer Ebene. Vor allem in der Nutzung von regenerativen Energieformen wie Sonne, Holz, Erdwärme, usw.. Hier ist das richtige Kombinieren von verschiedenen Systemen wesentlich. Leider wird dadurch die technische Ausstattung oft zu komplex und anfällig. Zukunft haben intelligente aber einfache Systeme.
Worauf wird heute besonders geachtet? Worauf schauen Sie?
Oft wird beim Bauen zu sehr auf die kurzfristige ökonomische Seite geachtet, die zwar sehr wichtig ist, aber nicht immer ausschlaggebend sein darf. Gerade in Hinsicht auf Ökologie muss grosser Wert auf Sinnfälligkeit und Nachhhaltigkeit gelegt werden.
Wie/wohin soll sich das «architektonische Erscheinungsbild» der Schweiz entwickeln? Wovon brauchts mehr, wovon weniger?
Auf der rechtlichen Ebene braucht es mehr Planung und Koordination. Es wird immer noch zu viel Land zersiedelt. Die Natur erreicht durch die ständig steigenden Raumansprüche ihre Grenzen, die nur durch ein richtiges Nachverdichten von besiedelten Flächen bewahrt werden können. Auf institutioneller Ebene braucht es deshalb innovative Bauherren, die in ihren Immobilien mehr sehen als Renditeobjekte, und Architekten die fähig sind, diese Bauaufgaben mit langfristigen Strategien zu umzusetzen.
Wenn Sie etwas nach Ihrem Wunsch bauen könnten, das Budget wäre egal, Grösse, Material und Zweck auch: Was wäre es, für wen, wo und wie?
Ein Kinopalast beim Globusprovisorium, ein Museum für Roman Signer, ein Baumhaus in der Toscana für uns.
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